Wagen

Das erste Fahrzeug meiner Sammlung war eine Eigenbau-Flachlore der   Schorndorfer Ziegelwerke, die ich in den späten 70er Jahren aus einem Gebüsch auf dem ehemaligen Werksgelände bergen konnte. Sie diente lange Zeit im Garten meiner Eltern als Blumenständer, wurde 1981 dann aber auf der ersten Strecke der Anlage in Spiegelberg als Rollwagen für alle möglichen Zwecke eingesetzt. Ebenfalls in Schorndorf entdeckte ich das Untergestell einer gebremsten Lore, die mich zum Bau eines gedeckten Güterwagens inspirierte. 1983 durfte ich beim Kauf der Gmeinder 4460 neben ein paar Metern gebogenen Gleises auch noch zwei Untergestelle von Kipploren mitnehmen....

Der Grundstock für einen kleinen Wagenpark war gelegt.

 

  • Bei den für den Personentransport geeigneten 2-achsigen Wagen wurde  durch Einfügen von Zwischenstücken der Rahmen einheitlich auf 2,40m (= LüP) verlängert, um durch den etwas größeren Achsabstand die Entgleisungsgefahr bei einseitiger Belastung zu mindern.
  • Ersatz aller Kuppelketten durch Kuppeleisen mit Bolzen
  • 1998: Einbau neuer Achslager mit Blattfedern, die ich während meiner Amtszeit in Ägypten eigens für diesen Zweck hatte anfertigen lassen.
  • 2009: Einbau einer 7-poligen elektrischen Leitung mit KFZ-Steckern für die Stromversorgung für Innenbeleuchtung, Notsignal, Schlusslicht etc.     

 

      

Niederbordwagen

gebaut 1983

LüP 2,40 m

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Fahrgestell für diesen Wagen dient eine Eigenbau-Flachlore der ehemaligen Ziegelwerke Schorndorf ohne Kupplungen. Mit einem Bretterboden und zeitweise mit einem Wasserfass versehen leistete sie im Gartenbetrieb gute Dienste. 

Mit dem Kauf der Gmeinder-Lok endete der Handverschub. Je ein Kupplungsbügel zweier anderer Loren wurden angeschweißt und eine Pritsche mit abklappbaren Seitenwänden gezimmert. Die Pritsche ist komplett abnehmbar, um den Wagen als "Universaltransporter" verwenden zu können. 1998 bekam der Wagen eine Federung und eine Bremse mit abnehmbarer Spindel.

gedeckter Güterwagen  "Typ G10"


gebaut 1983

LüP 2,40 m

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Fahrgestell dient eine gebremste Lore der ehemaligen Schorndorfer Ziegelwerke. Der Aufbau entstand aus Winkeleisen, das beim Abbau eines Gartenzauns anfiel. Der Wagen diente zunächst als (fahrbarer) Geräteschuppen.

Das Bremserhaus ist um die Bremsspindel herum gebaut. An der gegenüber liegenden Stirnwand ist eine Kiste mit verschließbarem Klappdeckel eingebaut. Sie dient als Getränkelager und Sitzbank. Auf der Bremserhausseite kamen später 2 Einzelsitze dazu. 1986 wurde der Wagen komplett neu beplankt. Die Schiebetüren lassen sich durch Umlegen einer Mittelstange in geschlossenem und offenem Zustand arretieren.

Auch dieser Wagen wurde 1998 auf neue Radlager mit Blattfedern gesetzt. 

Personen-

wagen

"Typ Cie"

 

gebaut 1985 und 2001

 

2 Stück

 

 

 

 

 

Zum Bau der Personenwagen verwendete ich normale Lorenfahrgestelle, die durch Einfügen von Zwischenstücken auf 2,40 m verlängert wurden. Somit vergrößerte sich auch der Achsabstand auf 700 mm. Die nahezu identischen Aufbauten entstanden aus Winkeleisen, Wasserrohren und Baustahl. Die Seitenwände und die Dächer sind aus Profilholabfällen, die Dächer sind mit Teerpappe beklebt. Auf den 2 Sitzbrettern haben 4 Erwachsene bzw 6 Kinder Platz.

Die Personenwagen haben eine auf alle 4 Räder wirkende Klotzbremse, die über eine abnehmbare Bremsspindel betätigt werden kann.  

1998 erhielten die Wagen neue Radlager und Blattfedern und

2009 eine Stromversorgung für Innenleuchte, Notsignal etc

Vierachser

Baujahr 2002

LüP 4,40

ca 16 Sitzplätze

rollstuhltauglich

 

Verkauft an Feldbahn Neckarbischofsheim

 

 

 

Der Vierachser entstand aus zwei Lorenfahrgestellen, denen ich für den Bau des 1. Personenwagens je einen Kupplungsbügel abgetrennt hatte und einer Brücke mit abgesenktem Mittelteil aus massivem U-Profil.

Die Drehgestelle sind gegenüber dem Rahmen über Gummielemente leicht abgefedert.

Der Aufbau aus Winkeleisen ist innen mit Profilholz beplankt, ebenso das mit Teerpappe beklebte Dach. In den "Abteilen" sind Längssitzbänke montiert

 

Besonderheit des Wagens: die Mitteleinstiege können für einen Rollstuhl auf eine Breite von 85 cm geöffnet werden. Eine Rampe aus zwei U-Profilen wird mitgeführt. 

 

Der Wagen war für den Einsatz mit der Dampflok auf der steigungsreichen MSGB-Anlage etwas zu schwer, so daß ich ihn 2008 an die Feldbahn Neckarbischofsheim verkaufte. Für die Einsätze bei "Mannheim Dampf" leihen ihn mir die Feldbahnfreunde aber immer wieder gerne aus 

Projekt für 2012    4-Achser

 

Länge ca 4,40 m

Gewicht ca 500 kg

Klotzbremsen auf alle 8 Räder wirkend 

14 Sitzplätze auf Längsbänken in den Abteilen + 2 Klappsitze im Einstiegsbereich

 

Der mittige Einstiegsbereich mit je 2 Schiebetüren (Durchgang 80 cm) wird tiefer gelegt, um ein bequemes Einsteigen und Verladen eines Kinderwagens oder Rollstuhls zu ermöglichen.

 

Feldbahner, denkt daran:

Jede Feldbahn sollte einen rollstuhltauglichen Wagen haben !

Rundumkipper

(0,5 m³)

 

1986 von Bauunternehmung Grübele, Oppenweiler

 

 

 

 

 

 

Die Firma Grübele hatte sich bereits in den 50er Jahren auf den Bau von Regenrückhaltebecken und Wasserreservoirs spezialisiert. Die Baustellen lagen oft im Wald an unzugänglichen Stellen und so wurde der Beton über Feldbahgleise mit diesem Rundkipper von der eigenen fahrbaren Mischanlage (Fertigbeton oder Betonpumpen gab es damals noch nicht) zur Schalung transportiert und verfüllt.

Der Rundumkipper leistet ganz hervorragende Dienste beim Gleisbau, da sich zum Beispiel Schotter in und neben die Gleise schütten lässt. 

Kipploren

0,5 m³ und 0,75 m³

 

diverse Hersteller

und Baujahre

 

 

 

 

 

Im Laufe der Jahre kam immer wieder mal eine Kipplore in den Bestand. Viele Mulden waren jedoch in so schlechtem Zustand, daß sie verschrottet werden mussten, die noch brauchbaren Radsätze und Rahmen bilden den Grundstock für weitere Fahrzeuge wie zum Beispiel den Vierachser. Auch die Radsätze des Triebwagens stammen von einer Reihe völlig morscher Rollwagen aus einem Sägewerk.

Neben den 4 älteren Loren auf dem Bild konnte ich 2009 weitere 6 gut erhaltene Dolberg-Kipploren vom Sandwerk Danzer in Dettingen/Erms erwerben.

Die Loren werden wegen der kurzen Fahrstrecke aber nur gelegentlich als "Ganzzug" zu Demonstrationszwecken vom Abstellgleis rangiert oder einzeln zum Transportieren von Erde oder Scheitholz benutzt.